




Die terroristische bzw. extremistische Bedrohung gegen Belgien, seine Bevölkerung und seine Interessen wird als ernst eingestuft.
Ein Anschlag wird als möglich und wahrscheinlich eingeschätzt.
Diese Stufe steht häufig in Verbindung mit konkreten Bedrohungsmeldungen, mit auslösenden Ereignissen (zum Beispiel dem Konflikt zwischen Israel und der Hamas) und/oder mit einer deutlicheren und glaubwürdigeren Äußerung gewalttätiger Absichten durch terroristische Organisationen oder Akteure.
Ziel ist es, eine aktuelle Bestandsaufnahme der Bedrohungslage zu liefern und die Wahrscheinlichkeit und Schwere eines möglichen Anschlags auf der Grundlage der erhaltenen Informationen und Erkenntnisse nach eingehender Prüfung ihrer Glaubwürdigkeit zu bestimmen. Die Bewertung erstreckt sich gemäß dem Auftrag des KOBA auf die terroristische und extremistische Bedrohung.
Um die Stufe der allgemeinen Bedrohung in Belgien zu bestimmen, wendet das KOBA eine konsequente Methodik an, die auf zwei Hauptkriterien beruht: der Wahrscheinlichkeit und der potenziellen Schwere eines Anschlags. In seiner Analyse berücksichtigt das KOBA verschiedene Parameter, von denen die wichtigsten nachstehend aufgeführt sind:
Anzahl und Stufe der eingegangenen Meldungen.
Laufende Akten, die von Gerichtsbehörden, Polizei und Nachrichtendiensten bearbeitet werden.
Beispielsweise große internationale Konflikte oder blasphemische Handlungen.
Beobachtet anhand ihrer Propaganda und anderer Mitteilungen. Dabei wird beispielsweise überprüft, inwieweit Belgien als bevorzugtes Ziel genannt wird.
Anschläge und Zwischenfälle in Belgien oder im Ausland, die Auswirkungen auf die Lage in Belgien haben können.
Dieser Ansatz ermöglicht es dem KOBA, eine möglichst genaue Bewertung der Bedrohungslage vorzunehmen und damit den politischen Entscheidungsträgern und den Partnerdiensten ein klares Verständnis des aktuellen Hintergrunds der terroristischen und extremistischen Bedrohung zu vermitteln.